Spot an. Sechs nervöse Musiker warten auf den Beginn ihres Sets. Das
Knust im Herzen St. Paulis ist mit 700 Leuten picke packe voll. Keiner
weiß, was ihn oder sie erwartet - wir auch nicht. Aber mit der ersten
Note, die über die PA geht, fühlt es sich einfach genial an. Das
Publikum geht von Beginn an voll mit und trägt uns durch diesen über
eine Stunde dauernden, ersten Band-Gigs überhaupt. Als wir die Bühne
verlassen ist uns klar: diese Band zu gründen war eine unserer besten
Ideen überhaupt!
Eine eigene Irish folk/rebel Band kam uns das
erste Mal nach der ersten St. Pauli-Celtic Party 2004 in den Sinn.
Damals war es nicht mehr als ein Scherz und führte letztlich zu nichts.
Nach der zweiten Party 2005 wurde es realer. Wie lieben Celtic, Irland
und die Musik. Wir woll(t)en diese Musik spielen, einen Schuss St.
Pauli hinzufügen und wir wollten auf diese Bühne. So fanden wir sechs
zusammen, übten jede Woche im AFM-Container am Millerntor und
erarbeiteten uns ein erstes Repertoire.
Bis zur St. Pauli-Celtic
Party 2006 wussten nur sehr wenige, wer oder was die Millerntor Brigade
war und was von dieser Band zu erwarten wäre. Nach der Party war klar,
dass dass noch nicht alles glänzendes Gold war, aber St. Pauli nun
seine eigene Rebel Band hatte! Ein spezieller Gig im Jolly Roger folgte
kurz nach der Party, besucht u.a. von einigen Freunden aus Irland.
Anschließend
hatten wir unseren ersten herben Verlust zu beklagen: Andi (Gitarre,
Gesang) ging für längere Zeit nach Polen, um sein Studium dort voran zu
treiben. Wir hoffen, dass er nach seiner Rückkehr wieder zu uns stoßen
wird. Aber jeder Verlust ist auch eine Chance - und wir ergriffen sie.
Mit unserem neuen ständigen Mitglied Lutz haben wir weit mehr als nur
einen Ersatz gefunden. Wir sind wieder bereit, die Pubs und Säale
dieser Welt zu rocken.
T.A.L.